Subcutane Reflex Therapie

Bindegewebsmassage nach Häfelin

Die Subcutane Reflex Therapie (SRT) ist eine von Hermann Häfelin 1973 weiter entwickelte Form der Bindegewebsmassage nach Elisabeth Dicke. Offiziell hat Häfelin ab dem Jahre 2005 die neue Bezeichnung Subcutane Relfex Therapie eingeführt.

Er distanziert sich bewusst  von der „Bindegewebsmassage mit dem Kleinen und Großen Aufbau“, da die moderne Therapie eine gezielte Vorgehensweise verlangt. D.h. es werden nur dort subcutan wirksame Techniken appliziert, wo eine vorausgegangene Befunderhebung dies angezeigt hat.

→ Definition der Subcutanen Relfextherapie

Bei der Subcutanen Reflex Therapie oder der Bindegewebsmassage nach Häfelin, handelt es sich um eine manuelle Reiztherapie, deren Ziel es ist, mit speziellen Techniken alle Störungen in der Subcutis des ganzen Körpers wie Dysbalance des subcutanen Turgors, subcutane Adhäsionen, sekundär geheilte Narben und Sensibilitätsstörungen und Missempfindungen zu beheben.

→ Beschreibung der Methode

Die Subcutane Reflextherapie ist eine spezielle Form der Reflexzonenmassage. Man geht davon aus, dass bei Erkrankungen der inneren Organe, des Bewegungsapparates und lokalen Affektionen der Subcutis eine Dysbalance der subcutanen Spannungen und eine Störung des Stoffwechsels der Subcutis am ganzen Körper entsteht.

Alle Gewebsabschnitte mit einer veränderten Spannung oder einer Verklebung werden mit einer besonderen Technik gereizt, bis ein Spannungsausgleich hergestellt ist. Außerdem sind alle Narben, die als Störherd erkannt werden, zu entstören.

Bei der Ausführung der Bindegewebsmassage empfindet der Patient ein charakteristisches Schneidegefühl („Ritzen“) an allen therapierelevanten Stellen, welches aber für den Patienten subjektiv angenehm sein muss.

Das Behandlungsziel ist ein subcutaner Spannungsausgleich am ganzen Körper.

Bei allen Überlegungen um Reaktionen und Wirkungen, muss stets gesehen werden, dass einzelne lokale subcutane Störungen des ganzen Körpers untereinander korrespondieren und krankheitserhaltend sind und damit logischerweise eine nachhaltige Besserung und Gesundung des Patienten erst zu erwarten ist, wenn alle subcutanen Veränderungen behoben sind.

Besonders angezeigt ist die Bindegewebsmassage bei Erkrankungen unbekannter Genese wie:

  • Kopfschmerzen
  • “Vegetative Dystonie”
  • Migräne
  • Bronchialasthma
  • abdominale und thorakale Beschwerden
  • chronische Opstipation
  • Kreuzschmerzen
  • ständiges Druck- und Fremdkörpergefühl im Hals
  • Schlafstörungen
  • ebenso funktionelle Beschwerden

weil Bindegewebsmassage keine Differentialdiagnose, sondern einen exakt erhobenen Befund erfordert, an dem sich wiederum exakt die Therapie ausrichtet.